Die schlimmsten Reiseerlebnisse unserer Abenteurer

Julia (Peakture):
„Nur noch Maispflanzen vor Augen und kein Ende in Sicht!“

Bei einem Work&Travel-Jahr in Australien arbeitet Julia hauptsächlich in der Landwirtschaft, um sich ihre Reise zu finanzieren. Für den anstehenden Roadtrip in Neuseeland quält sie sich wochenlang durch Maisfelder. Kriechend muss sie die aufkommenden Zweittriebe der Maispflanzen abbrechen. Julia sieht vor lauter Maispflanzen weder Anfang noch Ende der gefühlt unendlich langen Felder und nur die Aussicht auf die drei Wochen Neuseeland lässt sie die Arbeit durchstehen. Am letzten Arbeitstag hält sie dann den hart erarbeiteten Lohn bar in Händen und kann es kaum erwarten, am nächsten Morgen nach Neuseeland aufzubrechen. Doch kurz bevor sie ins Taxi zum Flughafen steigt, bemerkt sie, dass ihr ganzes Portemonnaie im Hostel gestohlen wurde! Das gesamte Geld und alle Bankkarten sind weg. Ohne Geld kann sie die Reise nicht antreten und alle Arbeit war umsonst! Die Verzweiflung ist groß. Doch ihre Eltern haben Mitleid, überweisen ihr das nötige Reisebudget und so kann sie doch noch nach Neuseeland aufbrechen.

„Auch wenn der Verlust von so sauerverdientem Geld sehr schmerzlich und kein grandioser Urlaubsstart war, so war die Neuseelandreise eine meiner schönsten. Nie werde ich vergessen wie ich am Strand lag, mit dem Rauschen des Meeres im Hintergrund und dem verschneiten Gipfel des Mt. Cook im Blick.“

Philipp:
„Mir ist das Herz in die Hose gerutscht!“

Die bisher skurrilste Reiseerfahrung macht Philipp in China. Nach einem Flugausfall und Umbuchungschaos kommt er nach einigen Umwegen und mit zwei Tagen Zeitverlust am chinesischen Inlandsflughafen in Peking an, muss dann aber noch zum internationalen Flughafen wechseln. Dafür muss er einmal quer durch Peking; zuerst mit der U-Bahn, dann mit dem Taxi. Vorsorglich vereinbart er mit dem Taxifahrer vorher schon einen Preis, um nicht übers Ohr gehauen zu werden. Zur Sicherheit lässt Philipp aber während der Fahrt auch noch Google Maps mitlaufen, um sicherzugehen, dass der Taxifahrer nicht zusätzliche Kilometer einbaut. Plötzlich biegt der Taxifahrer scharf ab, weicht ganz deutlich von der Route ab, bleibt in einer komplett finsteren Gasse stehen und schaltet das Licht aus.

„Ich dachte, jetzt bringt er mich um, klaut alle meine Sachen und verscharrt mich irgendwo in einem Gebüsch um Peking.“

Philipp schwankt zwischen weglaufen und ihm eines drüberzuziehen. Aber dann stellt sich heraus, dass der Fahrer „nur“ den doppelten Fahrpreis haben will. „Ich weiß bis heute nicht, wieso ich nicht sofort zugestimmt habe, sondern ihm klargemacht habe, dass wir etwas anderes ausgemacht hatten und ich das nicht akzeptiere.“ Bange Minuten verstreichen, bis der Fahrer auf Philipps Aussage reagiert. Doch schließlich sagt er nur „okay“, lässt den Motor wieder an und fährt Philipp schließlich zum Ziel. Einen Versuch war es wohl wert … !

U Bahn