Schweden Teil 1

Outdoormädchen Corinna bringt das Xperience Car vom Süden Norwegens nach Kopenhagen – einmal quer durch Schweden. Dabei entdeckt sie viel Natur, wenige Menschen aber auch den ein oder anderen Schatz!

Der Tresticklan Nationalpark: viel Natur, wenig Menschen

Rund 120.000 Besucher genießen die unberührte Natur Schwedens im Tresticklan Nationalpark jeden Sommer. Der Park zählt damit zu den beliebtesten Ausflugszielen bei Wanderern in Schweden.
Doch Outdoormädchen Corinna und ihr Mann Nico reisen in der Nebensaison in den Nationalpark und treffen während ihrer ganzen Wanderung nur drei Schweden in Gummistiefeln (???) und ein paar Stunden später einen Mann mit Hund. Der Hund ist ganz außer sich vor Freude beim Anblick der beiden Wanderer. „Ihr seid heute die ersten Menschen, die wir den ganzen Tag getroffen haben – für meinen Hund ist das auf jeden Fall ein Grund zur Freude.“, erklärt der Besitzer.

Unbemerkt nach Norwegen gewandert

Das Besondere am Tresticklan Nationalpark ist, dass er das größte unerschlossene Waldgebiet Schwedens ist, während die meisten anderen Wälder in Schweden forstwirtschaftlich erschlossen sind und für die Papiererzeugung bewirtschaftet werden. Was „unerschlossen“ bedeutet, erfahren die beiden Wanderer schon nach kurzer Zeit auf ihrer Route. Vom Wanderparkplatz führen mehrere Wege direkt in den Nationalpark. Corinna und ihr Mann wandern über glatte, rutschige Felsrücken und Stege durch das Moor und entdecken, was den schwedischen „Urwald“ ausmacht: umgestürzte Bäume, Unterholz, Büsche mit Beeren, Hochmoor und wundervolle Aussichtspunkte. Die abwechslungsreiche Landschaft in dem Nationalpark lässt die Herzen der beiden Naturliebhaber höherschlagen.

„Wir haben die Grenze zu Norwegen fast unbemerkt überschritten – so unspektakulär und ,natürlich‘ hat sie sich in die Umgebung eingefügt.“ Nur eine kleine Holzbrücke mit einem unscheinbaren Holzschildchen zeigt den Wanderern an, dass hier Schweden aufhört und Norwegen beginnt.
Der Wanderausflug in den Nationalpark gehört zu den Highlights ihrer Reise und gibt Corinna und Nico, aber auch allen anderen Besuchern, einen atemberaubenden Eindruck von Schwedens weitläufiger, unberührter Natur.

Schweden in Miniatur – auf dem Järnleden

Doch nicht nur im Tresticklan Nationalpark dürfen Corinna und Nico die wunderbare schwedische Natur erleben. Der Järnleden (= Eisenweg) ist ein 30 km langer Weg, auf dem man alle schwedischen Klischees auf einmal – quasi in Miniatur – abhaken kann. Outdoormädchen entdeckt dort den typisch schwedischen Wald auf kleinen Pfaden durchs Unterholz: einsame Seen, Moorgebiete, Felder und Wiesen. Kleine Infotafeln am Wegesrand geben ab und zu Hinweise auf die Geschichte des Weges und die Schwierigkeiten beim einstmaligen Eisentransport über diesen Pfad.

Mit Huskys kuscheln statt Elche besichtigen

Auf ihrer Safari trifft Corinna leider nicht auf Schwedens Wahrzeichen – den Elch. Aber dafür hilft Guide Wolfgang ihr mit Quad und Motorsäge dabei, die unpassierbare Straße von einem umgestürzten Baum zu befreien und er erzählt ihnen viel über die heimische Flora und Fauna – mit kleinen Exkursen über schwedischen Heavy Metal im Vergleich zu deutschem Heavy Metal. Am Ende darf Corinna als Trost auch noch Wolfgangs Husky-Dame Penny knuddeln. Trotz fehlender (lebender) Elche also dennoch ein ereignisreicher Ausflug!

Unglaublich schöne Übernachtungsplätze

In Schweden gilt das sogenannte „Jedermannsrecht“. Das bedeutet, dass man als Camper nicht zwangsläufig auf Campingplätzen übernachten muss, sondern auch Parkplätze oder kleine Rastplätze erlaubt sind und für die spontanen Abenteurer oft die viel einfachere Möglichkeit. Corinna und Nico haben ein sehr glückliches Händchen, traumhaft schöne Plätze für die Übernachtung im Xperience Car zu finden. Doch auch den schönsten Übernachtungsplatz kann man im regnerischen, windigen Schweden nur dann genießen, wenn man es drinnen schön warm und kuschelig hat. Und darauf konnten sich die beiden Explorer jeden Abend verlassen: draußen ekliges Oktoberwetter, drinnen Cozyfeeling.

Lest im zweiten Teil der Schweden-Reise von Schlössern aus Treibgut, einer Pilzjagd mit den „Locals“ und wie man sich Geocaches wirklich verdient!